Bezirksgruppe Potsdam

Liebe Fachkolleginnen und Fachkollegen,

die Bezirkgruppe Potsdam betreut Fachkolleginnen und Fachkollegen, die ihren Arbeitsmittelpunkt im Wesentlichen in den Landkreisen Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, der Stadt Brandenburg und der Landeshauptstadt haben.

Gegenwärtig sind in der Bezirksgruppe ca. 280 Mitglieder organisiert. Entsprechend unserer Hauptaufgabe stellen wir fachliche Fortbildungsangebote für unsere Mitglieder bereit. Dazu gehören vor allem die Organisation von Seminaren und Exkursionen. Höhepunkt eines jeden Jahres ist unsere große mehrtägige Exkursion. Im Wechsel Jahr für Jahr führen uns die Vorortbesichtigungen einmal jeweils ins Inland bzw. ins europäische Ausland zu interessanten Baumaßnahmen. Dabei wird auch immer ein sehr großer Raum dem Erfahrungsaustausch mit den Fachkollegen vor Ort eingeräumt.

Ebenfalls zur Tradition ist inzwischen die jährliche Besichtigung zum Fortgang der Großbaustelle BBI geworden und auch kleinerer Baustellen des Straßenwesens in der Region.

Schwerpunkt unseres Fortbildungsangebotes sind jährlich eine Reihe von Seminaren zu aktuellen Themen auf allen Gebieten des Straßenwesens sowohl zu Planungsfragen, zu Fragen der Bauausführung oder des Umweltschutzes. Zum guten Brauch ist das jährliche Großseminar im Januar rund um das Thema Ingenieurbauwerke geworden. Darüber hinaus widmet sich unser Seminarangebot zurzeit der in Aufstellung befindlichen neuen Entwurfsrichtlinien sowohl für die Autobahnen als auch der Landstraßen.

Neben der Fortbildung kommt auch das vergnügliche Vereinsleben nicht zu kurz. So werden Stammtische in Potsdam organisiert mit interessanten Vorträgen nicht nur zum Straßenwesen.

Auch das jährliche Sommerfest der Bezirksgruppe Anfang Juli wird von den Mitgliedern der VSVI Berlin/Brandenburg gern besucht und wir hoffen, wie jedes Jahr, auf sonniges Wetter.

Eine Besonderheit unserer Bezirksgruppe ist der Zusammenschluss bereits aus dem Berufsleben ausgeschiedener Kolleginnen und Kollegen der Seniorengruppe. Sie organisiert eigene Veranstaltungen zur Besichtigung interessanter ingenieurtechnischer Bauwerke und Einrichtungen.

Die Mitglieder des Vorstandes der Bezirksgruppe sind ständig daran interessiert, die Vorschläge ihrer Mitglieder für fachliche Themen, Seminare und Veröffentlichungen sowie Exkursionen aufzunehmen und eine interessante Durchführung für Sie liebe Fachkolleginnen und Fachkollegen vorzubereiten.

Iris Kralack
Stellvertretende Vorsitzende Bezirksgruppe Potsdam




Bei der Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe Potsdam
am 7. Okt. 2010 wurde erinnert an den
Start der VSVI Brandenburg vor 20 Jahren.

Im Rahmen der großen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen stellte man vieles in Frage und so diskutierte man schon früh in der KDT-Betriebssektion des Betriebes Forschung und Projektierung im Autobahnbaukombinat (heute VIC GmbH) die Frage, wie es mit dieser Ingenieurvereinigung weitergehen sollte.
Zunächst ein kurzer Rückblick auf die Kammer der Technik (KDT), im Vergleich zu vielen anderen Erinnerungen von den meisten doch wohl eher positiv besetzt. Die Kammer der Technik (KDT) war eine 1946 durch den FDGB gegründete und durch Beauftragte der SED geleitete Organisation, deren Aufgabe es sein sollte, die Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler zu bestimmten Aktivitäten zusammenzufassen.

Die KDT bot ihren Mitgliedern die Möglichkeit einer freiwilligen fachlichen Zusammenarbeit in den Betrieben, den verschiedenen Einrichtungen, auf zentraler Ebene und auch in internationalen Gremien. Sie konnte im Laufe der Jahre und im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine gewisse Unabhängigkeit von der Parteipolitik entwickeln und wurde nach 1990 daher auch als "parteifern" eingestuft.
Die kleinsten organisatorischen Einheiten waren die "Betriebssektionen", Ende 1989 sollen es rd. 2.800 gewesen sein. Hier wurden Vorträge, Informationstage und Fachexkursionen organisiert.

Die Mitarbeiter des Straßenwesens gehörten zur Zentralen Fachsektion Straßenverkehrsanlagen, diese wiederum zum Fachverband Bauwesen, einem der insgesamt 12 Fachverbände. Die Fachsektionen waren u. a. für die Durchführung zentraler Fachtagungen zuständig, es erfolgte auch eine Mitwirkung bei Standards und Vorschriften. In den Fachausschüssen, z. B. dem FA Massivbrücken und weiter den Fachunterausschüssen, z. B. dem FUA Spannbeton, arbeiteten KDT-Mitglieder aus Projektierungsbetrieben, Baubetrieben, Behörden, Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf freiwilliger Basis und ohne wesentliche Konkurrenz zusammen. Es soll mehrere hundert Fachausschüsse und Fachunterausschüsse gegeben haben.

Ende der achtziger Jahre hatte die KDT etwa 300.000 Mitglieder.
Die gesellschaftlichen Veränderungen gaben bald Veranlassung auch über die Schaffung geeigneter Ingenieurverbände zu diskutieren. Schon im Februar 1990 gab es von Seiten der o. g. KDT-Betriebssektion erste Kontakte mit der VSVI Niedersachsen, um Zweck, Aufgaben und Arbeitsweise dieser Ingenieurvereinigung kennenzulernen. Mit Schreiben vom 16. März 1990 stellte sie dann den in Betrieben und Einrichtungen des Straßenwesens tätigen Kollegen die konkrete Frage: Weiterhin KDT oder Gründung einer VSVI Brandenburg?

Im Hinblick auf die seinerzeit zu erwartende Wirtschaftsunion wurden als Ziele u. a. genannt:

  1. Fachliche Weiterbildung – insbesondere hinsichtlich neuer, sich aus geänderten Umweltbedingungen ergebenden Anforderungen
  2. Lösung neuer Aufgaben des Straßenbaus und der Verkehrstechnik
  3. Organisierung von Ideenwettbewerben für moderne Verkehrslösungen
  4. Förderung berufsständischer Bestrebungen und Interessenvertretung der Ingenieure
  5. Zusammenarbeit mit den VSVI anderer Bundesländer.

Bis auf die Mitarbeiter eines Betriebes sprachen sich alle für die Gründung einer VSVI Brandenburg aus.

Für den 24. April wurde von der genannten Betriebssektion zu einem Vortrag mit dem aktuellen Thema“ Umweltschutz und Verkehrsbau“ nach Potsdam eingeladen. Dies war der Auftakt für die notwendigen Fortbildungsveranstaltungen der VSVI. Weitere wichtige Themen waren natürlich auch die neuen Strukturen des Straßenwesens in der Vorbereitung und Realisierung von Vorhaben.

Am 8. Mai entstand auch ein Kontakt zum Nachbarn Berlin, Prof. Dr. Beckmann war seinerzeit Vorstands-Vorsitzender der VSVI Berlin und auch der BSVI.
Im Mai erfolgte die Einladung zu einer konstituierenden Beratung zur Gründung der VSVI Brandenburg am 14. Juni, an der dann 16 interessierte Kollegen teilnahmen. Inzwischen war als Partner für Brandenburg die VSVI Nordrhein-Westfalen bestimmt worden, Landesrat August und auch Prof. Beckmann kamen als Gäste und boten ihre Unterstützung an. Am 29. August erklärten weitere 12 Fachkollegen im Raum Cottbus ihre Mitgliedschaft.

Die erste Fassung einer Satzung lag am 27. August 1990 vor. Dr.-Ing. Bernhard Giersberg übernahm die Funktion des kommissarischen Vorstandsvorsitzenden.
Vom 23. bis 26. September 1990 waren Iris Kralack, Dr. Bernhard Giersberg und Wolfgang Verch Gäste der VSVI Nordrhein-Westfalen, um Struktur und Aufgaben einer VSVI näher kennen zu lernen.

Die erste Mitgliederversammlung fand dann am 2. November 1990 in Töplitz mit 76 Teilnehmern statt. Es wurde der Landesvorstand mit dem Vorsitzenden Dr. Giersberg gewählt, die Bildung von drei Bezirksgruppen beschlossen und der erste Seminarplan aufgestellt.

Die ersten 12 Mitgliedsnummern wurden vergeben an:
001    Wolfgang Verch                                           007    Harald Wellmitz
002    Dr. Bernhard Giersberg                                 008    Eckhard Damrow
003    Iris Kralack                                                  009    Michael Schreiber
004    Hans Morck                                                010    Jürgen Franke
005    Dr. Volker Dick                                            011    Petra Niehoff
006    Werner Schwarz                                          012    Günter Sabrowski

Im August 1991 hatte  die VSVI Brandenburg dann schon 264 Mitglieder.

Die Kammer der Technik ist als zentrale Einrichtung nicht erhalten geblieben, die Bezeichnung KDT gibt es aber noch in Firmennamen einzelner Fortbildungs-GmbH oder -Vereine.                             Wolfgang Verch


Adressen und Kontakte

Bezirksgruppe Potsdam - BG 1
c/o Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg
Niederlassung West
Steinstraße 104 - 106
14480 Potsdam
Tel.: 0331/ 2334-277 Fax: 0331/ 2334-125
Frank.Schmidt.@LS.Brandenburg.de

Vorsitzender

Dipl.- Ing. Frank Schmidt
Landesbetrieb Straßenwesen, NL West
Steinstraße 104 - 106
14480 Potsdam
Tel: 0331/ 2334-277
Frank.Schmidt.@LS.Brandenburg.de

Stellv. Vorsitzende
Dipl.- Ing. Iris Kralack
MIR Potsdam
Tel.: 0331/ 866-8430
Iris.Kralack@MIR.Brandenburg.de

Seminarverantwortliche
Dipl.-Ing. Petra Niehoff
LS Brandenburg, NL West
Tel.: 0331-2334-264
Petra.Niehoff@LS.Brandenburg.de

Dipl.-Ing. Matthias Mitschke
PROVIA GmbH Beelitz
Tel.: 033204/ 602 22
M.Mitschke@PROVIA-online.de

weitere Vorstandsmitglieder
Dipl.- Ing. Holger Dribbisch
Tel.: 0151/ 27 03 87 95
dribbisch@gmx.de

Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Abraham
VIC GmbH Potsdam
Tel.: 0331/ 7496-132
Abraham@VIC-gmbh.de

Dipl.-Ing. Ulrike Döhler
LS Brandenburg
Tel.: 03342/ 355-823
Ulrike.Doehler@LS.Brandenburg.de

Dipl.-Ing. Norbert Praetzel
Stadtverwaltung Potsdam
Tel.: 0331-289-2740
Norbert.Praetzel@Rathaus.Potsdam.de

Dipl.- Ing. Andreas Schmidt
EUROVIA Verkehrsbau Union NL Potsdam
Tel.: 033205/ 761 00
Andreas.Schmidt@EUROVIA.de