Mit der Verabschiedung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes (InfZuG) am 26. Juni 2026 hat der Deutsche Bundestag eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland vorgenommen. Ziel des Gesetzes ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich zu beschleunigen und damit die Voraussetzungen für einen schnelleren Ausbau sowie die Modernisierung von Straßen, Schienen und Wasserwegen zu schaffen.
Foto BSVI: Drohnenflug B47neu Südumgehung Worms
Für die BSVI – Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure e.V. stellt das Gesetz einen wichtigen Fortschritt dar. „Lange Planungsverfahren und ständig neue Hürden bei Umweltprüfungen verzögern das zeitige Erneuern und verkehrsgerechte Erweitern von Schienen-, Straßen- und Wasserwegen“, erklärt BSVI-Präsident Bernhard Knoop. Besonders das Recht auf einen vorzeitigen Baubeginn bei Infrastrukturprojekten von überragendem öffentlichem Interesse sowie die stärkere Digitalisierung von Verwaltungsverfahren entsprächen langjährigen Forderungen der BSVI.
Nach Auffassung der Vereinigung ist das Infrastruktur-Zukunftsgesetz zugleich ein weiterer wichtiger Baustein im notwendigen Reformprozess. Bernhard Knoop betont, dass unverhältnismäßige Prüfverfahren im Umwelt- und Naturschutz angesichts des erheblichen Sanierungsbedarfs bei Straßen und Brücken kritisch hinterfragt werden müssten. Gefragt seien praxisgerechte Verfahren, die sowohl den Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes als auch den dringenden Modernisierungsaufgaben gerecht werden.
Zugleich verweist der BSVI-Präsident auf die hohe Fachkompetenz der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland. Die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen für die Modernisierung der Infrastruktur seien vorhanden. Entscheidend sei nun, die passenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit diese Potenziale wirksam genutzt werden können.
Pressemitteilung der BSVI:
Die BSVI – Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure e.V. vertritt die 14 Vereinigungen der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (VSVI) in Deutschland. In ihnen sind mehr als 14.000 Ingenieurinnen und Ingenieure aus Ingenieurbüros, Bauindustrie und Baugewerbe, Forschung und Lehre, staatlichen und kommunalen Bauverwaltungen sowie Verkehrsbetrieben organisiert. Damit zählt die BSVI zu den größten Ingenieurverbänden Deutschlands.
