2026 09 24 Ausbau Südhafen1Am 24. September 2026 bot sich den Mitgliedern der Bezirksgruppe Berlin eine besondere Gelegenheit: Im Rahmen der diesjährigen Herbstexkursion erhielten rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Einblicke in das Großprojekt „Ausbau Südhafen Spandau“, eines der derzeit bedeutendsten Infrastrukturvorhaben der Hauptstadt.

Bei spätsommerlichem Wetter führte die Exkursion auf dem eigens für die VSVI bereitgestellten Fahrgastschiff Havelglück entlang der Projektflächen. In angenehmer Atmosphäre mit Kaffee und Laugenbrezeln informierten die Referenten während der rund zweieinhalbstündigen Veranstaltung über die Herausforderungen, Planungsprozesse und Zukunftsperspektiven des Projekts.

Fachkundig begleitet wurde die Veranstaltung von Patrick Soyke, Fachbereichsleiter Neubau/Entwurf bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin, sowie Dr. Stefan Dörrer, Prokurist und Leiter Technik der B Plus Planungs-AG. Mit großem Engagement erläuterten sie die komplexen Zusammenhänge des Vorhabens und beantworteten die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden ausführlich und praxisnah.

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Ein Schlüsselprojekt für die Zukunft Berlins
Der Südhafen Spandau nimmt als zweitgrößter Hafen Berlins eine wichtige Rolle im nationalen und internationalen Güterverkehr ein. Mit seiner Modernisierung verfolgt das Land Berlin das Ziel, die Leistungsfähigkeit der logistischen Infrastruktur nachhaltig zu stärken, zusätzliche Umschlagkapazitäten zu schaffen und die Verkehrsträger Wasserstraße, Schiene und Straße noch besser miteinander zu vernetzen.

Das Gesamtprojekt besteht aus mehreren eng verzahnten Maßnahmen, die gemeinsam die Voraussetzungen für einen leistungsfähigen und zukunftsfähigen Güterverkehr schaffen. Während die BEHALA die Entwicklung des Unterhafens sowie der Zuführungsgleisanlagen verantwortet, werden die Schulenburgbrücke und die angrenzenden Kreuzungsbereiche durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt umgesetzt.

Besonders beeindruckend war für die Teilnehmenden die Dimension des Vorhabens: Sämtliche Teilprojekte werden über Mittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert und unterstreichen die hohe Bedeutung des Ausbaus für die wirtschaftliche Entwicklung der Hauptstadtregion.

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Vier Projekte, ein gemeinsames Ziel
Im Mittelpunkt der Exkursion standen die vier zentralen Bausteine des Gesamtprojekts:
  • Schulenburgbrücke: Ersatzneubau einer wichtigen Verkehrsanlage zur langfristigen Sicherstellung leistungsfähiger Verkehrsverbindungen.
  • Unterhafen: Modernisierung und Erweiterung der Hafenanlagen zur Erhöhung der Umschlagkapazitäten.
  • Kreuzungsbereiche: Optimierung zentraler Verkehrsknotenpunkte im Hafenumfeld.
  • Zuführungsgleisanlagen: Ausbau der Schieneninfrastruktur zur Förderung eines leistungsfähigen und umweltfreundlichen Güterverkehrs.

Anschaulich wurde deutlich, wie eng Brückenbau, Hafenentwicklung, Verkehrsplanung und Schieneninfrastruktur miteinander verzahnt sind. Gerade diese interdisziplinäre Betrachtung stieß bei den anwesenden Ingenieurinnen und Ingenieuren auf großes Interesse und führte zu zahlreichen fachlichen Diskussionen.

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Austausch auf Augenhöhe
Neben den technischen Informationen bot die Exkursion vor allem Raum für den persönlichen und fachlichen Austausch. Die offenen Gespräche mit den Projektverantwortlichen ermöglichten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die praktischen Anforderungen eines Infrastrukturprojekts dieser Größenordnung. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen sind, wenn technische, wirtschaftliche, verkehrliche und ökologische Interessen miteinander in Einklang gebracht werden müssen.

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Dank an Referenten und Organisatoren
Ein besonderer Dank gilt Prof. Jörg Patzak, der die Herbstexkursion seitens der Bezirksgruppe Berlin organisiert und damit diese außergewöhnliche Veranstaltung ermöglicht hat.

Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Patrick Soyke und Dr. Stefan Dörrer für ihre informativen, praxisnahen und kurzweiligen Ausführungen sowie die herzliche Gastfreundschaft an Bord der Havelglück. Durch ihre anschaulichen Erläuterungen erhielten die Mitglieder der VSVI einen exklusiven Einblick in eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Berlins. 

Die Herbstexkursion 2026 hat einmal mehr gezeigt, welchen hohen Wert der direkte Austausch zwischen Planung, Verwaltung, Wirtschaft und Fachöffentlichkeit besitzt. Sie bot nicht nur spannende Einblicke in ein bedeutendes Bauvorhaben, sondern auch zahlreiche Impulse für den fachlichen Dialog und die berufliche Weiterbildung der Teilnehmenden. Ein rundum gelungener Nachmittag auf der Havel.

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