21 Mitglieder der VSVI Berlin-Brandenburg nutzten am 30. September 2026 die Gelegenheit, das Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide in Elstal kennenzulernen. Auf Initiative von Norbert Ulrich führte das nächste Treffen der Ü65-Mitglieder damit an einen besonderen Ort vor den Toren Berlins und Potsdams. Bei bestem Wetter erwartete die Gruppe ein ebenso informativer wie abwechslungsreicher Vormittag rund um die Geschichte der Heide, den Naturschutz und die besondere Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes.
Fotos: Petra Niehoff und Märald Soyke
Schon die Anreise hielt an diesem Tag allerdings eine Besonderheit bereit. Aufgrund von Bombensprengungen war die B2 zwischen Groß Glienicke und Seeburg am Vormittag gesperrt und damit die direkte Anfahrt aus Potsdam nicht möglich. Eine alternative Anfahrt führte über die A10 zum Natur-Erlebniszentrum. Dass die Kampfmittelbeseitigung tatsächlich ganz in der Nähe stattfand, wurde während des Aufenthalts eindrucksvoll deutlich: Die Sprengungen waren auch vor Ort zu hören und zu spüren.
Nach der Ankunft stand jedoch die Döberitzer Heide selbst im Mittelpunkt. Während einer rund einstündigen Führung erhielten die VSVI-Mitglieder interessante Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Gebietes und die heutige Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung.
Die Döberitzer Heide blickt auf eine besondere Vergangenheit zurück. Über viele Jahrzehnte militärisch genutzt, entwickelte sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ein wertvoller Lebensraum mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Heute gehört das Gebiet zu den bedeutenden Naturlandschaften unmittelbar vor den Toren Berlins und Potsdams.
Anschaulich erfuhren die Teilnehmenden, wie die Heinz Sielmann Stiftung daran arbeitet, diese besondere Landschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dabei ging es auch um die zahlreichen Tierarten, die in der Döberitzer Heide ihren Lebensraum gefunden haben. Wisente und Przewalski-Pferde gehören ebenso dazu wie Rothirsche, Seeadler, Fischotter und inzwischen auch Wölfe. Darüber hinaus bietet das Gebiet zahlreichen seltenen Pflanzen- und Pilzarten geeignete Lebensbedingungen.
Die Führung bot dabei reichlich Gelegenheit für Fragen und Gespräche. Die Mischung aus Geschichte, Naturschutz und unmittelbaren Eindrücken vor Ort machte den Besuch für die 21 Teilnehmenden besonders abwechslungsreich.
Und auch das Wetter spielte mit: Bei besten Bedingungen zeigte sich die Döberitzer Heide von ihrer schönsten Seite und bot den passenden Rahmen für einen rundum gelungenen Ü65-Termin.
Ein interessanter Vormittag, viele neue Eindrücke und mit den während des Besuchs hörbaren Bombensprengungen eine durchaus ungewöhnliche Begleiterscheinung – der Ausflug in die Döberitzer Heide war ein weiteres gelungenes Treffen der Ü65-Mitglieder der VSVI Berlin-Brandenburg.
